Welche Dating-App lohnt sich in der Schweiz? Wir vergleichen sechs Apps nach ihren Bewertungen im Schweizer App Store, den Gratis-Funktionen, den Preisen in Franken und danach, ob sie für eine Beziehung oder eher für Dates gemacht sind.
Transparenz: Die Buttons zu den Diensten sind Werbelinks (Affiliate) oder können es werden: Wenn du dich anmeldest, erhalten wir eventuell eine Provision, ohne Mehrkosten für dich. Die Qualität bestimmt die Reihenfolge. Die Provision entscheidet nur zwischen gleichwertigen Angeboten. So bewerten wir die Dienste.
Wenn du auf dem Handy eine Beziehung suchst, ohne zu wischen, ist Parship die ruhigste App in dieser Auswahl. Nach dem Fragebogen bekommst du Vorschläge mit Matching-Punkten, und Fotos mit Filtern sind im Profil nicht erlaubt. Die App kommt im Schweizer App Store auf 4,0 Sterne bei 5041 Bewertungen. Erste Nachrichten müssen eine Mindestlänge haben, so beginnt jedes Gespräch mit etwas Inhalt. Profil, Vorschläge und Nachrichten siehst du in der App genauso wie im Browser, du kannst also zwischen Handy und Computer wechseln. Gratis sind Anmeldung, Test und der ID-Check per Handy. Wer unbegrenzt schreiben will, zahlt laut parship.ch ab 39.90 CHF im Monat. Mit der Note 9,3 ist Parship die bestbewertete App auf dieser Seite. Darum Platz 1: Mit der Note 9,3 liegt Parship vor allen Swipe-Apps dieser Liste, weil die App gezielt auf feste Beziehungen ausgerichtet ist.
Vorteile
In der App beantwortest du einen Fragebogen statt zu wischen
Erste Nachrichten brauchen eine Mindestlänge, ein blosses «Hi» reicht nicht
Profil und Nachrichten sind in App und Browser identisch
Nachteile
Unbegrenzt schreiben in der App erst ab 39.90 CHF im Monat
Ideal für: Klassische Singlebörse in der Hosentasche
LoveScout24 holt die Singlebörse aufs Handy: Du stöberst in Profilen aus deiner Nähe und erhältst täglich Vorschläge als Push. Die Abos Essential, Premium und Prestige kosten im Schweizer App Store 10, 39, 70 oder 150 CHF, eine Laufzeit nennt der Store nicht. Wer die App nicht mag, sucht im Browser weiter. Die Profile sind ausführlicher als bei reinen Swipe-Apps, oft siehst du schon, welche Werte jemandem wichtig sind. Laut LoveScout24 wird jeder Text und jedes Bild im Profil moderiert. Du kannst nach Alter, Ort und Profildetails filtern und auch gleichgeschlechtlich suchen. Die App selbst ist mit 3,5 Sternen bei 1543 Bewertungen schwach bewertet. LoveScout24 kommt bei uns auf die Note 9,0. Darum Platz 2: Gleiche Note 9,0 wie Bumble und Tinder, doch für die Beziehungssuche per App bieten die moderierten, ausführlichen Profile mehr als reines Wischen.
Vorteile
Jeden Tag eine persönliche Auswahl per Push-Nachricht
In der App siehst du Profile in deiner Nähe und chattest direkt
Profile zeigen mehr als ein Foto, etwa wichtige Werte
Nachteile
Mit 3,5 Sternen bei 1543 Bewertungen die schwächste App hier
Einzelfunktionen wie «Dateroulette» kosten 3 CHF extra
Bumble ist die App für dich, wenn du swipen willst, aber einen ruhigeren Ton suchst. Bei Matches zwischen Frau und Mann schreibt die Frau zuerst, und Details zu deinem Treffen kannst du direkt aus der App mit Freunden teilen. Mit dem Bereich BFF dient die App manchen auch zur Suche nach Freundschaften. Bei einem Match zwischen Frau und Mann hat sie 24 Stunden Zeit für die erste Nachricht, sonst verfällt das Match. Gratis sind unter anderem Videocalls in der App und die Ausweisverifizierung. Mit dem Snooze-Modus pausierst du, ohne Matches zu verlieren. Premium kostet im Schweizer App Store 25 CHF für sieben Tage oder 49 CHF im Monat. Die App hat 4,3 Sterne bei 24 808 Bewertungen. Darum Platz 3: Bumble teilt die Note 9,0 mit LoveScout24 und Tinder und steht vor Tinder, weil die Frau den ersten Schritt macht und die App am besten bewertet ist.
Vorteile
4,3 Sterne bei 24 808 Bewertungen, der beste Wert unter diesen Apps
Videocalls und Ausweisverifizierung kosten nichts
Snooze-Modus versteckt dein Profil, ohne Matches zu verlieren
Nachteile
Ein Match verfällt, wenn 24 Stunden lang niemand schreibt
Premium in der App: 25 CHF für sieben Tage oder 49 CHF im Monat
Ideal für: Die meisten Bewertungen aller Dating-Apps
Tinder ist das bekannteste Wisch-Prinzip: rechts für Like, links für Nope, ein Match nur bei gegenseitigem Interesse. Im Profil gibst du Interessen und dein Beziehungsziel an, das hilft beim Sortieren. Tinder Gold kostet im Schweizer App Store ab 11.50 CHF und zeigt dir, wer dich gelikt hat. Swipen, Matches und Nachrichten kosten auf dem Handy nichts. Mit 51 011 Bewertungen im Schweizer App Store ist Tinder die meistbewertete Dating-App dort, bei 4,0 Sternen. In der App gibt es eine Foto-Verifizierung und die Funktion «Mein Date teilen». Weil auf Tinder vom lockeren Treffen bis zur Beziehung alles gesucht wird, lohnt sich ein klares Beziehungsziel im Profil. Kündigst du Gold nicht, verlängert sich das Abo automatisch. Darum Platz 4: Gleiche Note 9,0 wie die zwei Apps davor, aber die Profile sind knapper und die Absichten gemischter.
Vorteile
51 011 Bewertungen im Schweizer App Store, mehr hat keine Dating-App
Wischen, Matches und Chat ohne Abo
Foto-Verifizierung und «Mein Date teilen» in der App
Nachteile
Absichten reichen vom lockeren Date bis zur Beziehung
Tinder Gold verlängert sich automatisch, wenn du nicht kündigst
LOVOO ist eine Chat-App für den lockeren Einstieg und im Schweizer App Store mit 4,2 Sternen bei 14 925 Bewertungen bewertet. Neben dem Swipen im Bereich Match gibt es das Radar und den Blind-Date-Modus mit Stimme. Die App gehört zur PE Digital GmbH, die auch Parship betreibt. Mit einem Icebreaker kannst du jemanden anschreiben, bevor ein Match entsteht. Premium kostet im Schweizer App Store 12, 15 oder 30 CHF, die Laufzeiten stehen dort nicht. Für Zusatzfunktionen kaufst du Credits, 100 Stück kosten 2 CHF. LOVOO sagt selbst, dass sich nicht jedes falsche Profil sperren lässt, bevor es Schaden anrichtet. Teile deshalb persönliche Daten erst, wenn du dein Gegenüber kennst. Darum Platz 5: Mit der Note 8,7 folgt LOVOO den Apps mit 9,0, weil es mehr ums Flirten geht als um gezielte Partnersuche.
Vorteile
Das Radar zeigt dir Singles in deiner Nähe
Mit einem Icebreaker schreibst du ohne Match
Beim Blind Date lernt ihr euch zuerst über die Stimme kennen
Nachteile
Laut LOVOO lässt sich nicht jedes falsche Profil vorab sperren
Premium für 12, 15 oder 30 CHF plus Credits, 100 Stück für 2 CHF
happn verbindet die App mit deinem Alltag: Du siehst Menschen, denen du unterwegs begegnet bist, und likest sie, ohne dass sie es merken. Erst wenn das Like gegenseitig ist, könnt ihr chatten. Die App hat 4,1 Sterne bei 7188 Bewertungen, ein Monatsabo kostet im Schweizer App Store 16.50 CHF. Laut happn sieht niemand deine genaue Position, angezeigt werden nur die Orte, an denen ihr euch begegnet seid. Dafür muss die Standortfunktion eingeschaltet sein. Am besten funktioniert das dort, wo viele Menschen unterwegs sind, auf dem Land gibt es weniger Treffer. Credits gibt es ab 2 CHF. Website und Sicherheitscenter von happn sind nur auf Englisch verfügbar. Darum Platz 6: happn hat dieselbe Note 8,7 wie LOVOO, braucht aber den Standort und liefert ausserhalb belebter Orte weniger Treffer.
Vorteile
Zeigt Menschen, deren Weg du gekreuzt hast
Deine genaue Position sieht laut happn niemand
Heimlich liken, Chat erst beim gegenseitigen Crush
Nachteile
Website und Sicherheitscenter nur auf Englisch
Ohne eingeschalteten Standort funktioniert die App nicht
Wie viele Menschen eine Dating-App in der Schweiz nutzen, veröffentlicht keiner der Anbieter. Einen brauchbaren Hinweis gibt die Zahl der Bewertungen, denn bewerten kann nur, wer die App heruntergeladen hat. Vorne liegt klar Tinder mit 51 011 Bewertungen im Schweizer App Store. Es folgen Bumble mit 24 808, LOVOO mit 14 925 und happn mit 7188. Parship kommt auf 5041, LoveScout24 auf 1543 Bewertungen (Stand Oktober 2026).
Mehr Bewertungen heisst nicht automatisch mehr passende Singles in deiner Region. Es zeigt aber, dass du mit einer grossen App in Städten wie Zürich, Basel oder Bern eher neue Profile siehst als mit einer kleinen. Auf dem Land und in kleineren Orten zählt die Reichweite noch mehr, weil der Umkreis sonst schnell leer ist.
Swipen oder suchen: zwei Arten von Apps
Die meisten Apps auf dieser Liste funktionieren nach dem Swipe-Prinzip. Du siehst ein Foto und ein paar Zeilen, entscheidest in Sekunden, und wenn beide Ja sagen, dürft ihr schreiben. Das geht schnell und kostet nichts, verleitet aber dazu, nach dem ersten Bild zu urteilen. Tinder, Bumble und LOVOO arbeiten so; happn ergänzt das Prinzip um echte Begegnungen im Alltag.
Die Apps von Parship und LoveScout24 sind anders gebaut. Bei Parship entscheidet ein Fragebogen, wen du siehst; bei LoveScout24 suchst du selbst mit Filtern und liest ausführliche Profile. Wer eine feste Beziehung sucht und sich auf dem Handy nicht durch Hunderte Gesichter wischen will, ist mit diesen beiden besser bedient. Mehr dazu steht in unserem Vergleich zur Partnervermittlung in der Schweiz.
Was die Profile über die Absicht verraten
Auf Tinder kannst du im Profil ein Beziehungsziel angeben, auf Bumble lassen sich mit Premium Profile nach «Auf der Suche nach...» filtern. Nutze diese Angaben. Wer eine Beziehung sucht, erspart sich viele Enttäuschungen, wenn das gleich oben steht.
Was Dating Apps in der Schweiz kosten
Alle sechs Apps lassen sich gratis herunterladen und einrichten. Wie weit du ohne Geld kommst, ist aber sehr verschieden. Bei Tinder und Bumble sind Swipen, Matches und Chat gratis; das Abo bringt Komfort, etwa die Liste der Personen, die dich schon gelikt haben. Bei Parship dagegen kannst du ohne Premium kaum schreiben.
Tinder Gold: ab 11.50 CHF
LOVOO Premium: 12, 15 oder 30 CHF, dazu Credits ab 2 CHF
happn: 16.50 CHF für einen Monat
Bumble Premium: 25 CHF für sieben Tage, 49 CHF für einen Monat
LoveScout24: 10, 39, 70 oder 150 CHF
Parship Premium: ab 39.90 CHF im Monat laut parship.ch
Alle Preise ausser jenem von Parship stammen aus dem Schweizer App Store; bei mehreren Apps steht dort nicht, wie lange ein Abo läuft. Tinder und LOVOO schreiben, dass sich das Abo verlängert, wenn du es nicht spätestens 24 Stunden vor Ablauf kündigst. Das Löschen der App beendet kein Abo; gekündigt wird in den Abo-Einstellungen des iPhones oder im Google Play Store. Was die Apps ohne Abo leisten, zeigt unsere Seite zur Singlebörse kostenlos.
Sicher daten mit dem Handy
Dating-Apps haben in den letzten Jahren viele Schutzfunktionen bekommen. Bumble verbietet laut seiner Seite zur Sicherheit Hassrede und Waffen auf Profilbildern, verwischt anzügliche Bilder automatisch und bietet Video- und Sprachanrufe in der App, ohne dass du deine Nummer herausgibst. Tinder hat eine Foto-Verifizierung und fragt nach, wenn eine Nachricht unangemessen sein könnte. LOVOO schreibt offen, dass sein Anti-Spam-System nicht jedes Fake-Profil erkennt.
Die wichtigsten Regeln sind bei allen Apps dieselben, und Tinder fasst sie in seinen Sicherheitstipps für Dates gut zusammen:
Sende nie Geld, egal wie gut die Geschichte klingt.
Bleib für die ersten Gespräche im Chat der App; dort kann der Anbieter eingreifen, wenn jemand gemeldet wird.
Triff dich in der Öffentlichkeit und erzähl Freunden davon.
Organisiere die An- und Abreise selbst.
Wir haben die Prüfungen der Apps nicht selbst getestet. Ein verifiziertes Profil heisst nur, dass das Foto zur Person passt, nicht, dass sie ehrliche Absichten hat.
Ein Profil, das auf dem Handy wirkt
In einer App entscheidet das erste Foto. Nimm ein aktuelles Bild, auf dem dein Gesicht gut zu sehen ist, ohne Sonnenbrille und ohne Gruppe. Die weiteren Bilder dürfen zeigen, was du gern machst: auf dem Velo, beim Kochen, auf einer Bergtour. Bei Parship sind Filter auf Profilbildern ohnehin nicht erlaubt.
Der Text ist kurz, aber nicht unwichtig. Tinder und Bumble bieten Profilfragen an, auf die du antworten kannst; such dir eine aus, die ein Gespräch eröffnet. Statt «Frag mich einfach» lieber etwas Konkretes, auf das man reagieren kann. Und schreib dazu, ob du eine Beziehung suchst.
Standort und Privatsphäre
Dating-Apps arbeiten mit deinem Standort, sonst könnten sie keine Singles in der Nähe zeigen. Überleg dir, wie viel davon du teilen willst. Bei happn sehen andere laut App Store nicht deine genaue Position, sondern nur den Ort, an dem ihr euch begegnet seid. Bei LOVOO zeigt das Radar Menschen in der Nähe. Bumble bietet mit Premium einen Inkognito-Modus, Tinder einen mit Plus. Wer im selben Quartier wohnt wie die Ex oder der Chef, ist für solche Funktionen dankbar.
Gib in den ersten Nachrichten weder Adresse noch Arbeitgeber preis, und verknüpfe die App nicht mit Konten, die mehr über dich verraten, als du willst.
Kurz zusammengefasst
Für die meisten Singles in der Schweiz ist Tinder der Einstieg mit der grössten Auswahl und Bumble die App mit dem angenehmeren Ton. LOVOO und happn sind günstige Ergänzungen, vor allem in Städten. Wer eine Beziehung sucht und lieber liest als wischt, nutzt die App von Parship oder LoveScout24. Starte gratis, bleib bei ein oder zwei Apps und zahle erst, wenn dir eine Funktion wirklich fehlt. Für Singles ab 50 gibt es eine eigene Übersicht zur Partnersuche ab 50, für die grösste Stadt die Seite zur Partnersuche in Zürich.
Häufige Fragen
Welche Dating-App ist in der Schweiz am beliebtesten?
Gemessen an den Bewertungen im Schweizer App Store ist es Tinder mit 51 011 Bewertungen, vor Bumble mit 24 808. Nutzerzahlen für die Schweiz veröffentlichen die Anbieter nicht.
Welche Dating-Apps sind gratis?
Tinder, Bumble, LOVOO und happn lassen sich ohne Abo nutzen, inklusive Matches und Chat. Bei Parship und LoveScout24 ist die Anmeldung gratis, für den vollen Austausch brauchst du aber ein Abo.
Welche App eignet sich für eine feste Beziehung?
Parship, weil es mit einem Persönlichkeitstest arbeitet und laut Parship 91 Prozent der Mitglieder etwas Festes suchen. Unter den Swipe-Apps hilft Bumble, weil du dort mit Premium nach der Absicht filtern kannst.
Wie kündige ich das Abo einer Dating-App?
Über die Abo-Einstellungen deines iPhones oder den Google Play Store, wenn du in der App gekauft hast. Das Löschen der App beendet das Abo nicht. Kündige mindestens 24 Stunden vor Ablauf, sonst verlängert es sich.
Lohnt sich happn in kleinen Orten?
Eher nicht, weil happn nur Menschen zeigt, denen du begegnet bist. In Städten mit vielen Pendlern funktioniert es besser.
Ab welchem Alter darf man Dating-Apps nutzen?
Alle Dienste auf dieser Liste sind erst ab 18 Jahren erlaubt. Wer jünger ist, darf kein Profil anlegen.