Von der Redaktion DatingseitenSchweiz ·
Vom Chat zum Treffen: nicht zu lange warten
Viele Online-Bekanntschaften bleiben im Chat stecken. Man schreibt sich wochenlang, baut ein Bild vom Gegenüber auf und ist beim ersten Treffen dann überrascht, wie anders die Person wirkt. Besser ist es, nach einigen guten Gesprächen ein Treffen vorzuschlagen. Ein paar Tage bis zwei Wochen Chat reichen meistens, um zu merken, ob ihr euch etwas zu sagen habt.
Ein kurzer Video- oder Telefonanruf vor dem Treffen ist eine gute Zwischenstufe. Du hörst die Stimme, siehst, ob die Person den Fotos ähnelt, und das erste Treffen fühlt sich weniger fremd an. Wer ein Telefonat immer wieder ablehnt oder sich nie festlegen will, sendet ebenfalls ein Signal. Mehr dazu, wie du falsche Profile erkennst, liest du in unserem Ratgeber Online-Dating sicher nutzen.
Schlag ein konkretes Treffen vor statt eines vagen «wir sollten uns mal sehen». Ein Tag, eine Uhrzeit und ein Ort machen es dem Gegenüber leicht, zuzusagen oder ehrlich abzulehnen.
Ort und Zeit: kurz, öffentlich und einfach erreichbar
Für ein erstes Date eignet sich ein Treffen, das zeitlich offen, aber nicht lang geplant ist. Ein Kaffee am Nachmittag, ein Spaziergang am See oder ein Apéro nach der Arbeit sind ideal: Wenn es passt, könnt ihr verlängern, und wenn nicht, ist nach einer Stunde niemand enttäuscht. Ein Abendessen mit drei Gängen setzt beide unter Druck, weil man nicht einfach aufstehen kann.

Wähle einen belebten, öffentlichen Ort, den du kennst und von dem aus du gut nach Hause kommst. In jeder Schweizer Stadt gibt es Cafés in der Altstadt, Plätze am Wasser oder Parks, in denen viele Menschen unterwegs sind. Plane die Heimfahrt selbst: Prüfe die letzte Verbindung mit Tram, Bus oder Zug, bevor du losgehst, und steig nicht zu einer Person ins Auto, die du erst seit einer Stunde kennst.
Auch die Tageszeit hilft. Ein Treffen am frühen Abend lässt Raum für ein zweites Getränk, ohne dass es spät wird. Wenn du in einer grossen Stadt wohnst, findest du in unseren Stadtseiten wie Partnersuche in Zürich weitere Hinweise, wie du ein erstes Treffen sicher planst.
Achte auch darauf, dass du dich wohlfühlst. Zieh etwas an, in dem du dich bewegen kannst und das zu dir passt, statt dich für das Treffen zu verkleiden. Komm pünktlich, und wenn du dich verspätest, sag kurz Bescheid. Kleine Zeichen von Zuverlässigkeit machen am Anfang viel aus.
Worüber reden? Gespräch statt Vorstellungsgespräch
Die grösste Sorge vor einem ersten Date ist oft, dass das Gespräch stockt. Dabei hilft eine einfache Regel: Frag nach Dingen, zu denen man eine Geschichte erzählen kann. «Was machst du beruflich?» bringt eine kurze Antwort. «Wie bist du zu deinem Beruf gekommen?» oder «Was hast du zuletzt zum ersten Mal gemacht?» bringen Gespräche in Gang.
Knüpfe an das an, was im Profil oder im Chat schon vorkam. Wer Bergwandern erwähnt hat, erzählt gern von einer Tour. Wer gerade umgezogen ist, hat sicher etwas über die neue Wohnung oder das neue Quartier zu sagen. Zeig echtes Interesse und erzähl auch selbst etwas: Ein gutes Gespräch ist ein Hin und Her, kein Verhör.
- Gute Themen: Reisen, Hobbys, Lieblingsorte in der Stadt, Bücher, Filme, Pläne für den Sommer.
- Lieber später: Ex-Partner im Detail, Geld, Gesundheit, Kinderwunsch als erste Frage.
- Kein Thema: Abwertende Sprüche über andere Dates oder über das Online-Dating an sich.
Das Handy bleibt in der Tasche. Wer während des Treffens Nachrichten liest, zeigt, dass er nicht ganz da ist. Und wenn eine Pause entsteht, ist das normal. Ein Lächeln und eine neue Frage reichen.
Sicherheit: kleine Schritte mit grosser Wirkung
Die allermeisten ersten Treffen verlaufen unkompliziert. Trotzdem lohnt es sich, ein paar Gewohnheiten zur Routine zu machen. Sag einer Freundin oder einem Freund, wo und mit wem du dich triffst, und vereinbare, dass du dich nach dem Date kurz meldest. Gib deine Wohnadresse und deinen Arbeitsort nicht preis, bevor du die Person besser kennst.

Behalte dein Getränk im Blick und bestell selbst. Wenn dir etwas komisch vorkommt, darfst du jederzeit gehen, ohne dich zu rechtfertigen. Ein kurzes «Ich mache mich jetzt auf den Weg» genügt. Das Personal in Cafés und Bars hilft, wenn du dich bedroht fühlst. In einem Notfall erreichst du die Polizei über die Nummer 117.
Ein Warnsignal ist Druck in jeder Form: jemand, der das Treffen kurzfristig an einen privaten Ort verlegen will, der dich zu mehr Alkohol drängt oder der ein Nein nicht akzeptiert. Auch wer schon vor dem ersten Treffen nach Geld fragt, verfolgt meist andere Absichten als eine Beziehung.
Grenzen und Zustimmung
Ob es beim ersten Date bei einem Händedruck bleibt oder ob ihr euch küsst, entscheidet ihr beide, und jede und jeder darf die Meinung jederzeit ändern. Die Schweizerische Kriminalprävention erklärt auf ihrer Seite zu sexueller Gewalt an Erwachsenen, dass sexuelle Handlungen gegen den Willen einer Person strafbar sind, ebenso das Ausnutzen einer Person, die sich nicht wehren kann. Ein Ja zählt nur, wenn es freiwillig und klar ist.
Achte auf das Gegenüber: Wer zögert, still wird oder sich abwendet, sagt damit etwas. Frag lieber einmal zu viel nach. Und wenn es nach einigen Treffen enger wird, gehört auch die sexuelle Gesundheit dazu. Das Präventionsportal des Bundes LOVE LIFE erklärt die verschiedenen Schutzstrategien, vom Kondom über Impfungen bis zum Test, und bietet einen persönlichen Safer-Sex-Check an. Darüber zu reden ist kein Stimmungskiller, sondern ein Zeichen von Respekt.
Nach dem Date: ehrlich nachfassen
Hat dir das Treffen gefallen, sag es. Eine kurze Nachricht am selben Abend oder am nächsten Tag, etwa «Danke für den schönen Nachmittag, ich würde dich gern wiedersehen», ist klar und freundlich. Taktische Wartezeiten bringen wenig, sie machen das Gegenüber nur unsicher.
War der Funke nicht da, ist eine kurze, ehrliche Absage fairer als Schweigen. «Ich fand dich sympathisch, aber für mich hat es nicht gepasst. Ich wünsche dir alles Gute» reicht. Niemand muss sich für fehlende Gefühle entschuldigen, und niemand schuldet ein zweites Treffen. Wenn das Gegenüber eine Absage nicht akzeptiert und dich weiter bedrängt, brich den Kontakt ab und blockiere die Person im Chat.
Wenn ihr euch wiedersehen wollt, darf das zweite Treffen etwas persönlicher sein: ein gemeinsamer Ausflug, ein Konzert oder ein Abendessen. Lass dir trotzdem Zeit, die Person kennenzulernen, bevor du sie zu dir nach Hause einlädst oder deine Freunde vorstellst. Vertrauen wächst mit jedem Treffen, an dem das Gegenüber zeigt, dass es hält, was es sagt.
Und wenn dein Date abgesagt hat: Nimm es nicht persönlich. Ein erstes Treffen zeigt nur, ob zwei Menschen in diesem Moment zusammenpassen. Wer sein Profil überarbeiten möchte, um besser passende Kontakte zu finden, findet Anregungen in unseren Tipps für ein gutes Dating-Profil.
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Häufige Fragen
Wie lange sollte man vor dem ersten Date schreiben?
Meistens reichen ein paar Tage bis zwei Wochen. Wer zu lange schreibt, baut ein Bild auf, das beim Treffen oft nicht passt. Ein kurzer Anruf vorher hilft, das Gegenüber besser einzuschätzen.
Wo trifft man sich am besten zum ersten Date?
An einem belebten, öffentlichen Ort, den du kennst, zum Beispiel in einem Café in der Altstadt oder bei einem Spaziergang am See. Wichtig ist, dass du selbst gut nach Hause kommst.
Wer bezahlt beim ersten Date?
Dafür gibt es keine feste Regel. Viele teilen die Rechnung oder wechseln sich beim nächsten Treffen ab. Sprich es einfach an, wenn du unsicher bist.
Wie lange sollte ein erstes Date dauern?
Ein bis zwei Stunden sind ein guter Rahmen. Ein Kaffee oder Apéro lässt sich verlängern, wenn es passt, und ohne Druck beenden, wenn nicht.
Was tun, wenn ich mich beim Date unwohl fühle?
Du darfst jederzeit gehen, ohne dich zu erklären. Bitte das Personal um Hilfe, wenn du dich bedroht fühlst. Im Notfall erreichst du die Polizei unter 117.
Wie sage ich nach dem ersten Date freundlich ab?
Mit einer kurzen, ehrlichen Nachricht: Du fandest die Person sympathisch, aber es hat für dich nicht gepasst. Das ist fairer als Schweigen und lässt beiden die Freiheit, weiterzusuchen.
